Programm Rückkehrende Fachkräfte – Ziele

Das Potential der Alumni

Die Globalisierung und die Zunehmende Mobilität der Bevölkerung hat einen starken Einfluss in Bezug auf den Fortschritt in Entwicklungländern. Das „Returning Experts Program“ wurde vor dem Hintergrund des Phänomens der Migration als unterstützende Maßnahme für die indonesischen Absolventen deutscher Studiengänge entwickelt.

Vorteile der Migration

Migration ist kein Phänomen, das nur Vorteile für einer bestimmten Seite dieses Prozesses bietet. Es gibt viele Arbeitskräfte, die schon in verschiedenen Ländern und in unterschiedlichen Branchen gearbeitet haben. Die internationale Migration eröffnet Chancen für Entwicklungländern für alle Beteiligten. Migranten können ihre Herkunftsländer unterstützen, z.B. durch Geldsendungen an Verwandte, Investitionen oder auch durch Technologietransfer. Die Migranten können Brücken zwischen verschiedenen Ländern schlagen. Ausländische Studienabsolventen bauen häufig Handelsbeziehungen auf, gestalten die Zusammenarbeit im technischn Bereich und bilden internationale soziale Netzwerke. Migration kann allerdings auch negative Auswirkungen auf Entwicklungsländer haben. Das Phänomen des Brain Drain tritt auf, wenn Absolventen sich dafür entscheiden in Deutschland zu bleiben. Die Besetzung wichtiger gesellschaftliche Positionen, wie z.B. im Bildungs- der Gesundheitssektor kann so zu einem Problem in Entwicklungsländern werden.   

Rückkehr erfolgreich gestalten

Ziel des Programms Rückkehrende Fachkräfte ist die entwicklungspolitisch orientierte Integration in den Arbeitsmarkt der Herkunftsländer sowie die Verbreitung und Entfaltung des in Deutschland erworbenen Know-hows. In der Durchführung des Programms verbinden sich Kompetenzen und Ressourcen aus der Arbeitsvermittlung, der Entwicklungspolitik und des Hochschulwesens.

Das Programm wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vom Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) durchgeführt. CIM ist eine Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und der zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit. In der Durchführung kooperiert CIM mit der Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte gGmbH (AGEF) und dem World University Service (WUS).

   

Netzwerke für Migration und Reintegration

Brücken bilden, Erfahrungen weitergeben, Informationen und Kontakte vermitteln – dies leisten die so genannten Fachkraftorganisationen. In zahlreichen Ländern haben aus Deutschland zurückgekehrte Fachkräfte aus eigener Initiative solche Organisationen gegründet, die den Kontakt untereinander und zu deutschen Institutionen pflegen. Mit ihnen kooperiert das Programm Rückkehrende Fachkräfte.

In Ländern mit einer hohen Zahl von Rückkehrern unterstützen spezielle Berater und Beraterinnen die Rückkehrenden Fachkräfte. Diese Berater sind selbst aus Deutschland zurückgekehrt. Der Vorteil: Sie kennen die mit einer Rückkehr verbundenen Fragen und Herausforderungen aus eigener Erfahrung. Sie bieten Rückkehrenden Fachkräften Unterstützung bei der Jobsuche, pflegen Kontakte zur Privatwirtschaft sowie zu Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit und stellen relevantes Informationsmaterial zur Verfügung. Angestellt sind diese Berater und Beraterinnen in der Regel bei Fachkraftorganisationen, staatlichen Arbeitsverwaltungen oder lokalen Institutionen.

   

Akteure und Ansprechpartner in Indonesien

Programm Rückkehrende Fachkräfte
World University Service Komite Indonesia (WUSKI)
Herr Dipl.-Ing. Makhdonal Anwar, MA
Perumahan Baranang Siang Indah
Jl. Telaga Warna I Blok B1/16, Bogor 16143
Tel. +62-251-320 686
Fax. +62-251-379 602
E-Mail: wuski@indo.net.id
Webseite: www.wuski.or.id

   

Finanzielle Förderprogramme

Eine finanzielle Förderung kann für Rückkehrende Fachkräfte in Indonesien gewährt werden. Fachkräfte, die in andere Länder zurückkehren, können grundsätzlich keine finanzielle Förderung beantragen. Entscheidend für eine finanzielle Förderung sind die entwicklungspolitische Relevanz des Arbeitsplatzes sowie Ihre persönlichen Voraussetzungen wie berufliche Qualifikation und Berufserfahrung. Weibliche Fachkräfte werden dabei im Besonderen gefördert. Der Antrag muss vor der Rückreise gestellt werden. Auf die Förderung besteht kein Rechtsanspruch.

REISEKOSTENZUSCHUSS

Die Pauschale beträgt für Antragsteller und Antragstellerinnen, den mit ausreisenden Ehepartner sowie für Kinder von 12 bis 18 Jahren je 300 € bis 500 €, für Kinder unter 12 Jahren je 200 € bis 300 €.

TRANSPORTKOSTENZUSCHUSS

Die Pauschale beträgt für Antragsteller und Antragstellerinnen, den mit ausreisenden Ehepartner sowie für Kinder je 500 € bis maximal 2.500 €.

GEHALTSZUSCHUß-PROGRAMM

Die Höhe des Gehaltszuschusses ist abhängig von der beruflichen Qualifikation, von der bisherigen Berufserfahrung, vom Rückkehrland, sowie insbesondere von der entwicklungspolitischen Bewertung des Arbeitsplatzes. Mehr erhalten Sie Informationen unter: www.zav-reintegration.de.

BEREITSTELLUNG VON FACHLITERATUR

Ein Fachbücherdienst des WUS bietet Rückkehrenden Fachkräften Zugang zu aktueller Fachliteratur aus Deutschland. Ausführliche Information erhalten Sie unter: www.wusgermany.de/index.php?id=278&L.

DIE ARBEITSPLATZAUSTATTUNG (APA)

Das eigene Potenzial sinnvoll einsetzen – für viele ist dies eine der wichtigsten Motivationen für die Rückkehr in Indonesien. Doch häufig mangelt es dem neuen Arbeitsplatz an moderner technischer und materieller Ausstattung. In solchen Fällen können Rückkehrende Fachkräfte einen Zuschuss zur Ausstattung am Arbeitsplatz (APA) beantragen. Mehr Informationen über APA erhalten Sie unter: www.wusgermany.de/index.php?id=57&L=0